25. November 2018

Ein neuer Standard am besten Standort

Nachhaltiges Bauen ist eine der zentralen Bestrebungen von Swiss Prime Site Immobilien. Deshalb orientiert sich das Unternehmen bei künftigen Bauprojekten mehrheitlich am Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS). Den Anfang macht ein Geschäftskomplex am Pont-Rouge in Lancy. Bericht einer Standortbegehung im zukünftigen Geschäftsviertel von Genf.
Eine S-Bahn kann viel bewegen. Sie bringt Menschen zum Arbeitsort und wieder nach Hause, sie macht Mobilität umweltfreundlicher und sie sorgt dafür, dass sich ein ganzes Stadtviertel neu erfindet. Genau das passiert gerade in Genf, genauer im Süden der Stadt zwischen Lancy, Carouge und Plainpalais. Hier arbeiten mehrere Parteien gerade mit Hochdruck am Grossprojekt Praille-Acacias-Vernets (PAV), das auf über 230 Hektaren ein modernes Quartier zum Leben und Arbeiten schafft. Früher war dies das Industrieviertel am Rande von Genf. Dann hat sich die Stadt immer weiter ausgedehnt und das Areal näherte sich mehr dem Zentrum an. Doch erst der politische Entscheid, das Viertel mit einer eigenen S-Bahn-Linie zu erschliessen, machte aus dem Gebiet endgültig einen attraktiven Standort für Käufer, Mieter wie auch Investoren.

Jean Megow, Head Region West bei Swiss Prime Site Immobilien ist überzeugt, dass hier das künftige Geschäftsviertel von Genf entsteht. Noch ist davon allerdings nicht allzu viel zu sehen, denn auf den 100.000 m2 vor, hinter und neben uns herrscht vor allem eines: Baustelle. «Pont-Rouge» heisst das Areal, das durch die unmittelbare Nähe zum Bahnhof Lancy Pont-Rouge das Tor zum PAV bildet. Hier werden in spätestens vier Jahren vor allem Gebäude für Büro- und Retailräume stehen. Und Swiss Prime Site Immobilien ist mittendrin. «Ein Drittel der Fläche bebauen wir», so Jean Megow. Die Planungsphase ist gerade abgeschlossen. «Letztes Jahr haben wir das Grundstück gekauft und jetzt im November reichen wir das Baugesuch ein. In einem Jahr können wir dann mit dem Bau beginnen.» 2022 soll das Geschäftsgebäude, das sich über 16 Etagen erstrecken wird, bezugsbereit sein. Es wird eine der ersten Immobilien im Besitz von Swiss Prime Site Immobilien, die nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) entwickelt wurde.








Letztes Jahr haben wir das Grundstück gekauft und jetzt im November reichen wir das Baugesuch ein. In einem Jahr können wir dann mit dem Bau beginnen.

Der SNBS ist noch ein junger Baustandard, der 2013 veröffentlicht und 2016 um ein Zertifizierungsverfahren erweitert wurde. Das Besondere: Die darin enthaltenen Kriterien konzentrieren sich nicht nur auf die ökologischen Aspekte des Bauens, sondern nehmen auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen einer Immobilie ins Blickfeld. Insgesamt 45 Einzelaspekte müssen Gebäude nach SNBS erfüllen. Sie reichen von der Energieversorgung über den Kauf- und Mietpreis bis zur Infrastruktur und der Integration von Begegnungszonen. Jedes Kriterium wird auf einer Skala von eins bis sechs bewertet. Ab einer Note von vier ist der Indikator erfüllt, bei allem darunter muss nachgebessert werden. Zudem sind die Kriterien nach Bauphasen strukturiert. Das heisst, für jede Bauphase gibt es bestimmte Indikatoren, die berücksichtigt werden müssen, sodass eine durchgehende Begleitung sichergestellt wird. Und die beginnt schon bei der Akquisition. Schliesslich sind Lage und Infrastruktur nach SNBS entscheidend für die Qualität einer Liegenschaft. «Was das angeht, ist das Projekt ‘Pont-Rouge’ perfekt», so Jean Megow. «Die zentrale Lage und der neue Bahnhof Lancy direkt vor der Tür – besser geht es nicht.»

Dabei war zu Beginn des Projektes noch gar nicht klar, ob das Gebäude überhaupt nach SNBS zertifiziert werden kann. «Unsere Investitionen betreffen ein Drittel des Areals», erklärt Jean Megow. «Deshalb mussten wir erst einmal klären, ob wir die Zertifizierung auch dann anstreben können, wenn alle Gebäude um uns herum die SNBS-Kriterien nicht erfüllen. Hinzu kommt, dass wir nur den Grundausbau – also alles, was Swiss Prime Site Immobilien direkt beeinflussen kann – nach SNBS planen und bauen wollen. Der Mieterausbau bliebe aussen vor. Ob das überhaupt möglich ist, mussten wir vorher abklären. Auf beide Fragen haben wir aber schnell eine positive Antwort bekommen. Die Ampeln stehen also auf Grün.»
«Die zentrale Lage und der neue Bahnhof Lancy direkt vor der Tür – besser geht es nicht.»
Die Koordination zwischen den Projektleitern und den Entwicklern, den Architekten, den Bauherren und der SGS SA, die den Zertifizierungsprozess nach SNBS begleitet, liegt in den Händen von Jan Rüegg, Projektleiter Nachhaltigkeit bei Wincasa. Er ist die zentrale Ansprechperson, wenn es um die Zertifizierung im Bereich Nachhaltigkeit geht. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen. «Meine Aufgabe ist es, den Prozess zu begleiten, die Qualität sicherzustellen und den Überblick zu behalten», erklärt Jan Rüegg. «Ich trage alle Dokumente zusammen, bereite sie auf und reiche sie bei der SGS ein. Unterstützt werde ich dabei von einem Ingenieurbüro, das Erfahrung mit der Zertifizierung hat.» Denn ein solcher Prozess erfordert jede Menge Know-how. Auf allen Seiten. Deshalb wurden auch die Architekten zu SNBS-Spezialisten ausgebildet. Einer von ihnen ist Jorge Guillen. Er empfindet die Leitlinien als Bereicherung: «Die Schweizer Standards für nachhaltiges Bauen sind im Gegensatz zu vielen anderen Zertifizierungsprogrammen sehr praxisorientiert. Man muss keine wissenschaftliche Abhandlung schreiben, um den Nachweis für ein bestimmtes Kriterium erbringen zu können. Und auch die Zusammenarbeit mit Wincasa könnte nicht besser laufen. So mache ich zum Beispiel Vorschläge für nachhaltige Baumaterialien, die dann nach SNBS geprüft werden. Oder Jan kommt mit Ideen auf mich zu, die ich dann wiederum auf ihre Machbarkeit prüfe.» Ein Austausch, der dem Bau und dem Projekt zugutekommt, da sind sich Entwickler, Projektleiter und Architekt einig.

Die Koordination zwischen den Projektleitern und den Entwicklern, den Architekten, den Bauherren und der SGS SA, die den Zertifizierungsprozess nach SNBS begleitet, liegt in den Händen von Jan Rüegg, Projektleiter Nachhaltigkeit bei Wincasa (rechts).
Aber warum eigentlich SNBS? Es gibt doch auch andere, etabliertere Nachhaltigkeitszertifizierungen, wie zum Beispiel Minergie oder Leed. «Zuerst einmal ist SNBS natürlich eine Schweizer Zertifizierung, der die Schweizer Gesetzgebung zugrunde liegt», erklärt Jan Rüegg. «Hinzu kommt, dass sich andere Zertifizierungen ausschliesslich auf den Energieverbrauch und die Gebäudehülle konzentrieren. Swiss Prime Site Immobilien wollte einen ganzheitlichen Ansatz und hat sich deshalb für SNBS entschieden.» Jean Megow nickt und fügt hinzu: «Das gesamte Areal ist bereits Minergie-attestiert. Wir setzen jetzt noch eine umfassendere Zertifizierung obendrauf.»

Mehr leisten als andere. Auch dieser Anspruch ist typisch für Swiss Prime Site Immobilien. Und welche Stadt würde sich besser eignen als Genf, der europäische Hauptsitz der Vereinten Nationen, um ein Statement für die weltweite Klimapolitik zu setzen? Ein Statement, 16 Stockwerke hoch und SNBS-zertifiziert.
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Alle Augen auf das Ziel

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4. Dezember 2018

Kleine Änderungen mit grossen Effekten

Was bei uns allen einmal jährlich als «Nebenkostenabrechnung» im Briefkasten landet, ist für Swiss Prime Site Immobilien alles andere als nebensächlich. Denn dabei geht es nicht nur um signifikante Kosten für Mieter oder das Unternehmen selbst, sondern auch um die Umweltbilanz, die im Zuge der Nachhaltigkeitsstrategie von Swiss Prime Site eine grosse Rolle spielt. Seit 2012 erfasst die Gruppengesellschaft Wincasa deshalb die Energiedaten der Gebäude minuziös. Durch modernste Analyse werden Potenziale für Verbesserungen erfasst und mit gezielten Massnahmen genutzt. Wir treffen Jan Rüegg, Projektmanager Nachhaltigkeit bei Wincasa und sprechen mit ihm über Messpunkte, Quick Checks und Low Hanging Fruits.

13. November 2018

Stromaufwärts

Wer sich wie Swiss Prime Site der Nachhaltigkeit verpflichtet, muss sich auch ganz konkret um die Umsetzung kümmern. Zum Beispiel die Senkung des CO2-Ausstosses. Deshalb setzt die Immobilienentwicklerin bei ihren Liegenschaften auf Energie aus Schweizer und europäischer Wasserkraft. Diese wird von den Nachhaltigkeitsspezialisten der Gruppengesellschaft Wincasa zentral über die Strombörse beschafft. Doch wie funktioniert das genau? Wie wird die Versorgung sichergestellt? Das und mehr erfahren wir bei einem Spaziergang mit Roman Fehr, Projektmanager Nachhaltigkeit bei Wincasa.

10. Oktober 2018

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