29. August 2018

«Es braucht immer ein gutes Team.»

Seit August hat Swiss Prime Site Solutions einen neuen CEO und Anastasius Tschopp eine neue Aufgabe. Wir treffen den 39-jährigen Luzerner zu einem Gespräch über Grösse, Mannschaftssport und seine selbst gewählte Freiheit, Dinge einfach mal an den Nagel zu hängen.
Prime Tower, 34. Etage. Anastasius Tschopp erwartet uns schon. Er hat viel zu erzählen über seine Pläne und seine neuen Aufgaben als frischgebackener CEO von Swiss Prime Site Solutions. Doch zuerst ein kurzer Blick zurück:

Herr Tschopp, Sie sind noch keine Vierzig und haben nun eine neue herausfordernde Position innerhalb der Swiss Prime Site angetreten. Wie kam es dazu?
Zuerst einmal habe ich eine fundierte Ausbildung in der Baubranche absolviert. Doch obwohl mir mein Job viel Freude bereitete, wollte ich mich weiterbilden. Also schrieb ich mich für Betriebsökonomie an der Handelsschule in Luzern ein. Später bin ich zu Wincasa gekommen, wo ich rasch erste Leitungsfunktionen übernehmen durfte. Das war eine spannende Zeit, in der ich merkte, dass ich gern Verantwortung trage. Mein Weg führte mich dann über die Entwicklungsabteilung des Flughafens Zürich, zur Credit Suisse und schliesslich zu Swiss Prime Site Immobilien, wo ich berufsbegleitend die beiden Master in Real Estate Management und Banking and Finance an der Hochschule für Wirtschaft in Zürich abschloss.

Das klingt nach einer anstrengenden Zeit.
Ja, sie war intensiv. Aber ich lerne gern, bin neugierig und mag Veränderungen. Meine Laufbahn habe ich nie langfristig geplant. Ich bin Schritt für Schritt meinen Weg gegangen.

Sein letzter Schritt bringt Anastasius Tschopp von der führenden Immobiliengesellschaft in die Geschäftsleitung der kleineren und jüngeren Tochterfirma Swiss Prime Site Solutions: «Wenn Swiss Prime Site Immobilien der Atlantik ist, dann ist Swiss Prime Site Solutions die Adria», lacht Tschopp und fügt umgehend hinzu: «Immerhin noch ein Meer, aber die Grösse ist nun wirklich nicht entscheidend. Ich sehe das enorme Potenzial der Firma, die vorhandenen Synergien innerhalb der Gruppe und die Möglichkeiten, diese zu nutzen. Genau das reizt mich an meiner neuen Aufgabe.»

Swiss Prime Site Solutions ist ein unabhängiger, innovativer Asset Manager - klein und agil. «Eigentlich machen wir dasselbe wie Swiss Prime Site Immobilien, nur für Dritte», erklärt Tschopp. «Das heisst, die Liegenschaften gehören nicht uns. Ich stehe jetzt nicht mehr auf Seite der Eigentümer, sondern bin Dienstleister.» Eine Anlagestiftung mit 230 Investoren hat das junge Unternehmen derzeit im Portfolio. Doch dabei soll es nicht bleiben. Von innovativen Produkten bis zu konservativen Anlagemöglichkeiten, vom Managen bestehender Immobilienfonds dritter Unternehmen bis zur Entwicklung neuer Fonds - Tschopp hat viele Ideen für die Zukunft. Wichtig bei all dem sei es jedoch, einen Mehrwert zu bieten, besser zu wirtschaften als andere und das ganze Potenzial und Know-how der Swiss Prime Site Gruppe einzubringen, so Tschopp.

«Meine Laufbahn habe ich nie langfristig geplant. Ich bin Schritt für Schritt meinen Weg gegangen.»
Herr Tschopp, wie funktioniert die Zusammenarbeit innerhalb der Swiss Prime Site Gruppe? Welche Synergien entstehen?
Grundsätzlich ist Swiss Prime Site Solutions eine eigenständige Firma. Aber wir sind unter den Gruppengesellschaften bestens vernetzt, kennen und helfen einander. Zum Beispiel entwickeln wir Tools für das Projektmonitoring, Beurteilungskriterien und alles, was Prozesse betrifft, gemeinsam. Es ist bereits viel vorhanden, man muss es nur nutzen. Eine perfekte Ausgangslage, um effizient zu arbeiten und die Ziele für Swiss Prime Site Solutions zu erreichen. Das stimmt mich sehr positiv.

Worauf freuen Sie sich noch, wenn Sie auf die nächsten Monate schauen?
Vor allem freue ich mich auf mein Team, mit dem ich gemeinsam die Zukunft des Unternehmens gestalten kann. Und natürlich auf die spannende Aufgabe, eine junge Firma weiter zu entwickeln und neue Kundengruppen zu erschliessen.

Was sind Ihre Pläne, neben der Weiterentwicklung der Swiss Prime Site Solutions? Zunächst einmal liegt mein Fokus darauf, das Mandat, das wir jetzt haben, weiterhin erfolgreich zu managen sowie unsere Kompetenzen weiter auszubauen und zu stärken. Denn diese Anlagestiftung ist unsere wichtigste Referenz für weitere Kunden. Da heisst es, Strategien entwickeln, Möglichkeiten zur Performance-Steigerung finden und den Kunden mit unserer Leistung begeistern. Intern möchte ich das Unternehmensleitbild von Swiss Prime Site in der Swiss Prime Site Solutions verankern. Mein Ziel ist es, dass wir herausragende Arbeit leisten – immer mit dem Gedanken im Vordergrund: Der Kunde steht für uns im Mittelpunkt.

Das Team ist für Tschopp entscheidend beim Erreichen seiner Ziele. Noch bis vor wenigen Jahren spielte er ambitioniert Fussball – als Innenverteidiger in der 2. Liga - und lernte da fürs Leben und für den Job. «An einem Strang zu ziehen, als Team zu arbeiten, das ist mir wichtig», so Tschopp. «Dafür braucht es Respekt und eine offene Feedback-Kultur. Den viel zitierten Teamgeist!»

Die Fussballschuhe hat Tschopp mittlerweile an den Nagel gehängt. Um sich trotzdem fit zu halten, geht er mehrmals in der Woche joggen und bereitet sich auf den Luzern Marathon vor. «Ich liebe Herausforderungen und mag es, Neues anzupacken.» Die Gefahr, sich zu übernehmen, sieht er nicht: «Ich bin mit Leidenschaft bei der Sache und kenne meine Grenzen gut.»

«Hektik führt nur zu Unsicherheit und die wiederum zu Fehlern.»
Herr Tschopp, Sie wirken sehr gelassen. Spüren Sie keinen Druck angesichts der Aufgaben, die vor Ihnen liegen?
Ich habe natürlich Respekt vor meiner neuen Position. Aber ich trage gern Verantwortung und habe die Erfahrung gemacht, dass man grossen Aufgaben am besten mit Ruhe begegnet. Hektik führt nur zu Unsicherheit und die wiederum zu Fehlern. Das ist im Sport genauso wie im Job.

Diese Leichtigkeit - ist das Ihr Erfolgsrezept?
Kann sein, dass ich so wirke. Aber ich gehe ernsthaft und konzentriert an meine Aufgaben. Dabei bleibe ich gelassen und schaue stets nach vorn.

Nun ist Anastasius Tschopp wieder einmal einen Schritt weiter gegangen. Eine neue Herausforderung liegt vor ihm. Tschopp nimmt sie an. Sportlich – wie könnte es anders sein?
Anastasius TschoppSwiss Prime Site Solutions
  • LinkedIn
  • Email

Vom Telegrafenamt zum Design Hotel

Das warme Licht lässt das Interieur gleich noch edler aussehen. Während draussen in der Zürcher Innenstadt novembergraue Geschäftigkeit herrscht, lässt es sich in der Bar des «Motel One» gemütlich Kaffee trinken.

7. Februar 2018

Wir verwenden Cookies für eine bestmögliche Nutzererfahrung. Durch die Nutzung unserer Internetseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies auf Ihrem Gerät speichern.